Darwins Evolutionstheorie ist eng mit seiner bildlichen Darstellung verknüpft und zugleich entkoppelt.
In seinem theoretischen Werk legt er den Schwerpunkt auf den Überlebenskampf und in Folge auf die Auslese. In seinen bildlichen Darstellungen betont er jedoch das Prinzip des Zufalls, der Unordnung, des Unvollkommenen und der Variation. "Survival of the fittest" ist in vielen Sprachen und Kulturen zum geflügelten Wort geworden.
Bezug nehmend auf diese beiden gegenläufigen Momente teilt sich formal auch meine Arbeit. In den Digitaldrucken greife ich den narrativen Akzent von Darwins Arbeit auf. Zum Teil auf ironische Art werden mögliche und unmögliche Ergebnisse der Entwicklung der Arten postuliert.
In den Zeichenrollen hingegen lehne ich mich an Darwins Bilder an, spiele mit formalen Akzenten und zeige scheinbar logische Entwicklungen. Durch ständige Wiederholung entstehen geringfügige Veränderungen; es werden subtil neue Muster erzeugt, neue Variationen entstehen und scheinen Produkte eines zeitlichen Prozesses zu sein.








